Gründe warum viele Betriebe keine passenden Mitarbeiter einstellen
Ein Leitfaden von Marco Kurmann
Nachdem ich in den letzten Jahren mit insgesamt über 200 KMUs in der Schweiz über das Thema Mitarbeiter einstellen gesprochen habe, sind mir immer wieder dieselben Muster begegnet.
Nachfolgend habe ich die 5 wichtigsten Erfahrungswerte und Erkenntnisse zusammengetragen.
Viel Spass beim Lesen wünscht
Marco Kurmann
Die Bewerbersicht wird vergessen.
Viele Betriebe suchen händeringend nach guten Leuten. Dabei machen viele aber einfach ein Wunschkonzert und beschreiben den idealen Kandidaten.
Zu wissen was man will ist wichtig, allerdings:
Etablierte Fachpersonen können sich heute aussuchen wo sie arbeiten.
Also muss man sich zwangsläufig die Frage stellen:
Wieso soll jemand in diesem Betrieb arbeiten und nicht beim Mitbewerber?
Dabei geht es nicht darum mit «Benefits» um sich zu schlagen, wie es viele Agenturen tun, sondern die natürlichen Stärken der Firma zu erkennen, herauszuarbeiten und in einer Aussensicht attraktiv darzustellen.
"Entschuldigung, nur noch eine kleine Frage:
Warum Sie?"
Die Bewerber werden nicht angerufen.
Meldet sich ein Bewerber, werden in vielen Fällen werden zuerst die kompletten Bewerbungsunterlagen verlangt, bevor man einmal miteinander gesprochen hat.
Und um es zu präzisieren, wir sprechen hier von Fachpersonen wie zum Beispiel einem Zimmermann, einem Schreiner, einem Projektleiter oder AVOR.
Alles Positionen die ohnehin schwer zu besetzen sind und wo es aktuell wenig gut ausgebildete und erfahrene Leute gibt.
Mein Tipp ist daher:
Den Erstkontakt immer mündlich halten. Ein 10-minütiges Telefongespräch sagt mehr über einen Kandidaten aus als ein perfekt ausformuliertes Motivationsschreiben, das heute sowieso die meisten von ChatGPT abschreiben.
Die vollständigen Unterlagen kann man danach immer noch anfordern.
"E.T. nach Hause telefonieren"
Man spricht nur immer die 30% an.
Schätzungsweise 70% aller Fachkräfte in der Schweiz suchen nie aktiv nach einer neuen Stelle. Sie sind angestellt, zufrieden genug, aber grundsätzlich offen, wenn das Richtige auf sie zukommt.
Wer ausschliesslich auf Jobportale, Zeitungsinserate oder Branchenmagazine setzt, erreicht nur die verbleibenden 30%. Enormes Potential bleibt ungenutzt.
Daher mein Tipp:
Neben dem eigenen Umfeld, das nach wie vor wichtig ist, sollte man gezielt auf ergänzende Strategien setzen.
Zum Beispiel kann eine gezielte Kampagne über Social Media dafür sorgen, dass das Jobangebot dort sichtbar wird, wo sich die 70% aufhalten, die nicht aktiv suchen:
Im Internet, auf Social Media, aber sicher nicht auf Jobportalen.
"Nach meinen Berechnungen ergibt das präzise 30%!"
Ohne Prozess bleibt es Aktionismus
Mal ein Firmenvideo von einer Agentur da, mal ein Zeitungsinserat dort, mal ein Social Media Beitrag hier.
Jede Massnahme kann Sinn machen, allerdings fehlt oft der Plan und ein klarer Prozess dahinter.
Wer wird gesucht und warum?
Wie wird der Betrieb nach aussen dargestellt?
Welches Medium wird genutzt für die notwendige Reichweite?
Welche Schritte gibt es und wer ist wofür zuständig?
Nach welchen Kriterien werden Bewerber beurteilt?
Ohne diese Grundlagen bleibt die Mitarbeitergewinnung ein Flickwerk. Es wird viel Geld verbrannt und man macht schlechte Erfahrungen mit Methoden die eigentlich sehr gut funktionieren.
"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!"
Man sucht erst dann, wenn es brennt
Man beginnt erst dann mit der Suche, wenn jemand kündigt, jemand pensioniert wird oder eine Stelle aus einem anderen Grund neu besetzt werden muss.
Was dabei oft vergessen geht:
Bis eine geeignete Person wirklich an Bord ist und produktiv arbeiten kann, vergeht viel Zeit:
Vorbereitung. Suche. Auswahlverfahren. Einstellung. Einarbeitung. Probezeit.
Das sind schnell vier bis sechs Monate. Wer erst sucht wenn es brennt, hat diesen Puffer nicht und muss meistens den «Erstbesten» nehmen.
Wiederholt sich dieses Vorgehen, hat man am Schluss nicht ein Team das perfekt zusammenpasst und performt, sondern ein mittelmässiges Team.
Das gibt nicht nur viel Unruhe in der Firma, sondern kostet am Ende des Tages richtig viel Geld.
"Die Kacke ist am Dampfen. Hab ich's nicht gesagt?"
Kundenstimmen
Roman Beer
Geschäftsleiter bei
Gubler Leitern GmbH, Mettendorf
«Wir waren bereits seit Monaten auf der Suche nach einem guten Schreiner oder Zimmermann.
Mit der Kampagne, die wir mit Marco zusammen gemacht haben, konnten wir in nur 4 Wochen genügend Bewerber für uns gewinnen, um die am besten passende Person einzustellen.»
Christoph Tobler
Geschäftsleiter bei
Kunz AG Holzbau, Wangen ZH
«Wir arbeiten mit Marco schon seit gut einem Jahr zusammen, da wir regelmässig Bedarf an guten Zimmerleuten haben.
In dieser Zeit konnten wir bereits 3 Zimmerleute einstellen und zusätzlich eine Stelle im Sekretariat besetzen.»
Patrick Emmenegger
Geschäftsleiter bei
Carrosserie Emmenegger GmbH, Willisau
«Infolge einer Geschäftsübernahme der Carrosserie Emmenegger GmbH konnten wir zusammen mit Marco gleich die Website komplett erneuern und dank einer zusätzlichen Jobkampagne einen Carrosserie-Spengler innerhalb von einem Monat besetzen.»
Michael Ruckstuhl
Geschäftsleiter bei
Ruckstuhl iTec AG,
Langnau am Albis
«Als erfolgreiches IT-Dienstleistungsunternehmen sind wir auf top Fachkräfte aus der Region angewiesen.
Im Zuge unserer Wachstumsstrategie konnten wir mit Marco zusammen bereits mehrere Kampagnen erfolgreich durchführen.
Aus dem grossen Interesse von über 80 Bewerbungen und einem intensiven Auswahlverfahren konnten wir bereits einen System Engineer sowie einen Servicemanager einstellen.»
Einen Nerv getroffen?
Sind wir ehrlich? Die Themen hier sind für dich vermutlich nichts Neues. Lösungen dazu gibt es viele. Einige davon funktionieren besser, andere weniger.
Immer wieder gibt es Anbieter und Agenturen, die viel versprechen und leider wenig einhalten und so für negative Erfahrungen sorgen.
Das ist sehr schade, da viele Methoden nämlich sehr gut funktionieren, wenn man sie richtig umsetzt und die Umstände ganzheitlich betrachtet.
Darum helfe ich als Selbstständiger KMUs in der ganzen Schweiz, damit sie es schaffen aus eigener Kraft planbar und proaktiv Mitarbeiter einzustellen, wo es beidseitig passt.
Und nichts anderes als das muss aus meiner Sicht das Ziel sein.
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